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Zuletzt aktualisiert am 14. September 2018 um 11:11

Brauche ich eine Versicherung für meine Drohne?

Das ist die große Frage die zum Thema Drohnen Versicherung überall herumgeistert. Dabei kommt es wie bei einer Drohnenbewilligung auf einige Faktoren an. Grundsätzlich könnte man seinen Quadcopter oder andere Fluggeräte auch bei der Haushaltsversicherung mit einbinden, aber den meisten wird bei einem Gespräch mit dem Haus und Hof Versicherungmakler schnell klar, dass diese keinen blassen Schimmer von Drohnen oder Quad- und Multikoptern haben und wie man diese gut versichern könnte : )

 

Wer sind hier die Spezialisten zum Thema Drohnen Versicherung?

Dachte ich mir dann, und begann einmal mit meinem Recherchestreifzug. Relativ flott wurde mir dabei klar, dass es in Deutschland schon zwar einige spezialisierte Versicherer gab zum Thema Drohne und Quadcopter versichern (wie z.Bsp: Deutscher Modelfliegerverband, oder Drohnen Flieger Netzwerk Versicherung) jedoch nicht sehr viele für Österreich.

 

Und wer ist im deutschsprachigen Raum der Spezialist bei Drohnen Versicherungen?

Ein sehr cooles Angebot konnte ich bei GetSafe* und  GetSafe für Drohnen*, da man direkt online abschließen kann und auch gleich seinen Hersteller der Drohne auch angeben kann. Weiters hat man Flexibilität bei den Kündigungsfristen und kann sich sein Angebot „modular“ zusammenbauen. Preislich liegen sie bei ab 54€ pro Jahr.

Auch richtig hip und frisch kommen noch die Haftplichthelden mit ihrer Drohnenhaftplichtversicherung* daher :) die ebenfalls eine gute Haftpflichtversicherung für Drohnen anbieten. Hier starten die Preise pro Jahr bei 72€.

 

Private oder Gewerbliche Drohnen Versicherung?

Wenn man sich jetzt überlegt ob man seine Drohne bzw. eigentlich sich selbst gegen Schäden die beim Flug/Absturz mit der Drohne entstehen können, versichern will, muss man auch klären ob man nur privat damit fliegt oder auch gewerblich. Ich bin gerade schon am Überlegen ob ich nicht auch in nächster Zeit gewerblich fliegen will und mit die volle Austrocontrol Bewilligung dazu hole und auch die passende Versicherung. Doch auch für Privat Piloten ist man mit der Drohnen Versicherung auf der „sicheren Seite“. Die meisten Versicherungen die ich bis jetzt gesehen habe kosten ca. 50-80€ im Jahr und decken meist die Schadenssumme von ca. 1. Million Euro. Das hört sich zwar auf den ersten Blick nach viel an, kann aber bei komplexeren Schäden bzw. Personenschäden schnell mal zu wenig werden.

 

Wie kann es sein, dass ein Schadensfall so viel kostet bei einem Drohnenabsturz?

Hier ein fiktives Beispiel für einen Drohnen Absturz und die Schadenssumme die dabei entstehen kann: 
Ein Drohnenfotograf macht gerade Panoramaaufnahmen in alpinem Gebiet. Die Drohne kommt aufgrund eines Bedienungsfehlers (des Piloten) zum Absturz. An einem Parkplatz einer Seilbahn ist gerade eine Touristengruppe dabei, in einen Reisebus einzusteigen. Unglücklicherweise stürzt die Drohne mit laufenden Rotoren direkt auf die Menschenansammlung ab.
Durch die Wucht erleidet eine Person ein Schädelhirntrauma, andere erleiden Schnittwunden im Gesichtsbereich. Ein Hubschrauberbergung ist von Nöten und bei den schwerverletzten Personen diverse Notoperationen und kostspielige Reha Programme. Eine Touristin hat danach auf dem linken Auge eine um 40 Prozent verminderte Sehfähigkeit. Der Patient mit dem Schädelhirntrauma klagt über Verluste im Kurzzeitgedächtnis und eine generell verminderte Reaktionsfähigkeit.
Es kommt teilweise zum Verlust der Berufsbefähigung bei 2 Personen und daurch zu existenzbedrohnenden Einkommenseinbußen bei den Geschädigten.

Ergebnis:
Die Schadenersatzforderungen überschreiten die bei Drohnen gesetzlich vorgeschriebene Versicherungssumme von einer Million Euro in der Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Daher kann durch so einen Unfall auch bei einer Versicherung mit 1. Million Euro die finanzielle Existenz des Piloten massiv gefährden.  Deshalb werden höhere Versicherungssummen (mindestens € 3 Mio.) generell auch von einigen Versicherer empfohlen und jetzt kann ich mir auch vorstellen warum. 

Man soll natürlich nicht immer vom schlimmsten Fall ausgehen, aber wenn etwas vom Himmel fällt dann werde ich wohl doch nicht ganz so knausrig sein und ein paar Euronen mehr investieren :). Und Drohnen ohne Haftpflichtversicherung zu fliegen bei einem etwaigen Schadensfall kann aufgrund der hohen Strafen von bis zu 22.000€ Geldstrafe auch schnell unlustig werden.

 

Was kostet die Drohnen Haftpflichversicherung jetzt?

Das ist natürlich eine der wichtigsten Fragen. Bei GetSafe* startet das ganze bei 54€ im Jahr. Vor allem schön, dass es hier keinen versteckten Selbstbehalt gibt. Das solltet ihr beim Versicherungsvergleich genau im Auge haben.

Bei der Wiener Städtischen kostet der Spass schon etwas mehr: „Prämien bewegen sich zwischen 130 und 175 Euro jährlich“, bei Schadenshöhe bis 1,5 Millionen Euro.

Und bei der Uniqa gehts anscheinend auch nicht billiger, weil es:

  • 75 Euro Prämie jährlich pro Drohne sind und
  • Der Selbstbehalt beträgt 10% des Schadens – mindestens jedoch 200 Euro, aber maximal 2.000 Euro pro Schadenfall

auch noch den Selbstbehalt gibt.

Meine Empfehlung zum Thema Versicherungen bei Drohnen daher für Österreich, schaut euch Air&More* mal etwas genauer an und vergleicht mit den anderen Anbietern.

Noch etwas günstiger, wirken auch GetSafe* (ab 54€ pro Jahr) und Haftpflichthelfen* (ab 72€ pro Jahr) sehr kompetent und flexibel.

Also aufpassen und immer vorsichtig fliegen :)